Die Verstauchung des Kniegelenks gehört zu den häufigsten Verletzungen des Bewegungsapparats. Sie entsteht, wenn die auf das Gelenk wirkende Kraft die Belastbarkeit der stabilisierenden Bänder und Muskeln übersteigt. Meist tritt sie beim Sport auf, etwa beim Fußball, Basketball, Laufen auf unebenem Untergrund oder Skifahren. Dabei können wichtige Gelenkstrukturen wie Menisken, Gelenkknorpel und Bänder geschädigt werden.

Empfehlungen

Schritt 1 – Ruhe: Aktivitäten vermeiden, die Schmerzen auslösen.

Schritt 2 – Eis: Knie und schmerzhafte Bereiche kühlen.

Schritt 3 – Kompression: elastische Bandagen im geschwollenen Bereich verwenden.

Schritt 4 – Hochlagern: das Bein oberhalb des Herzniveaus lagern.

Welche Komplikationen können auftreten?

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Bei Anwendung der oben genannten Schritte 1–4 heilen Verstauchungen in den meisten Fällen innerhalb von zwei bis drei Wochen.

Wichtig ist, alle vier Schritte gleichzeitig für mehrere Stunden anzuwenden. Die Haut muss kontrolliert werden, um Erfrierungen zu vermeiden. Trotz Behandlung können Meniskus- oder Knorpelschäden sowie eine dauerhafte Knieinstabilität auftreten. Deshalb sollte nach jeder solchen Verletzung eine orthopädische Beratung erfolgen. Bei schwereren Verletzungen können eine stabilisierende Orthese, Unterarmgehstützen zur Entlastung oder frühzeitige Physiotherapie erforderlich sein. In unserer Einrichtung helfen Ultraschall und digitales Röntgen bei der Beurteilung der Verletzungsschwere.

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