Springerknie ist die gebräuchliche Bezeichnung für eine Enthesiopathie, also eine Schädigung des Ansatzes der Patellarsehne.
Es ist eine häufige Verletzung bei Sportarten, die Sprünge erfordern.
Symptome
- Schmerzen im vorderen Kniebereich, besonders unterhalb der Kniescheibe und an ihrem unteren Rand
- Schmerzen in diesem Bereich, die beim Treppabgehen und bei Anspannung des vierköpfigen Oberschenkelmuskels zunehmen
- Schwellung unterhalb der Kniescheibe
Diagnostik
- Grundlage der Diagnose sind eine sorgfältige Anamnese und eine orthopädische Untersuchung.
- Hilfreich sind Ultraschall zur Beurteilung der Entzündung, Röntgen zur Beurteilung der Kniescheibenstellung und MRT zur Beurteilung der Degeneration am Sehnenansatz.
Behandlung
- Die anfängliche symptomatische Behandlung umfasst entzündungshemmende Medikamente und physikalische Verfahren: Iontophorese, Stoßwellentherapie, Kryotherapie und Ultraschall.
- Die Behandlung des Springerknies basiert meist auf Übungen unter physiotherapeutischer Anleitung. Zunächst werden Übungen im schmerzfreien Bewegungsbereich und zur Propriozeption durchgeführt. Entscheidend sind exzentrische Übungen des vierköpfigen Oberschenkelmuskels, später ergänzt durch Übungen in geschlossenen kinetischen Ketten. Das Übungsprogramm dauert zwölf Wochen und führt gewöhnlich zur Heilung.
- In seltenen Fällen ohne Ansprechen auf konservative Behandlung werden Injektionen von plättchenreichem Plasma am Sehnenansatz eingesetzt. Gelegentlich wird operiert, etwa durch arthroskopische Durchtrennung der Patellaretinacula oder Anbohrung des Sehnenansatzes.
Einteilung
- Schmerzen nach Belastung
- Schmerzen vor und nach Belastung, die nach dem Aufwärmen nachlassen
- Schmerzen während der gesamten körperlichen Aktivität oder des Trainings
- anhaltende Schmerzen, die zu einem Riss der Patellarsehne führen können

