MIS, minimalinvasive Chirurgie, ist ein modernes und relativ junges Gebiet der orthopädischen Fußbehandlung.
Bei diesen Eingriffen werden spezielle Mikroinstrumente mit 2,5–3 mm Durchmesser durch einen punktförmigen Hautschnitt eingeführt. Damit können Knochenanteile entfernt oder durchtrennt und Weichteile behandelt werden. Die Eingriffe erfolgen in Regionalanästhesie unter Röntgenkontrolle.
Beispiele für Anwendungen der minimalinvasiven Chirurgie:
- Korrektur des Hallux valgus*
- Behandlung des Hallux rigidus*
- Korrektur einer Bunionette
- Behandlung des Spreizfußes
- Behandlung der Plantarfasziitis mit oder ohne begleitenden Fersensporn
*Ob MIS bei diesen Erkrankungen möglich ist, hängt vom Grad der Deformität ab.
Nachbehandlung:
Perkutane Eingriffe reduzieren die Gewebebelastung auf ein Minimum und fördern eine rasche Genesung.
Bis zur Entfernung der einzelnen Hautnähte werden sterile Verbände verwendet.
Je nach Erkrankung umfasst die Rehabilitation das Gehen in postoperativen Schuhen für zwei bis sechs Wochen.
Bewegungsrehabilitation wird bereits ab den ersten Tagen nach dem Eingriff empfohlen.
Warum MIS?
Die minimalinvasive Chirurgie gehört zu den jüngeren orthopädischen Behandlungstechniken.
Ihre großen Vorteile sind die geringe Invasivität und die Möglichkeit einer schnellen postoperativen Rehabilitation.
Kleine Wunden perkutaner Eingriffe heilen wesentlich schneller als Wunden bei offenen Verfahren.
Mit dieser Technik können Patienten häufig tagesstationär behandelt werden.
Bewegungsrehabilitation ist bereits in den ersten Tagen nach dem Eingriff möglich und verkürzt die Zeit bis zur Rückkehr zur Arbeit.
Die perkutane Chirurgie entwickelt sich rasch und bietet der Orthopädie immer bessere therapeutische Instrumente.
Dadurch erweitern sich die Anwendungsmöglichkeiten dieser Verfahren.



